„Zur konstruktiven Betonung der Flächen-Verhältnisse treten die Lisenen auf, die gleichzeitig den Hauptschmuck der Fassaden, gewissermaßen tektonisch übersetzte Ranken darstellen.“
Wer hätte das gedacht? Die so prägenden wie berühmten senkrechten Keramikbänder des Haus Behrens haben die Natur zum Vorbild. Wie Zweige sollen sie sich zum Dach empor ranken. Daher auch das Grün. Die auffälligen Verblendungen können nur diese Farbe haben, keine andere. Denn hier hat die Flora die Architektur inspiriert. Dies kann man jedenfalls den Worten entnehmen, mit denen Peter Behrens den Besuchern der Ausstellung der Künstler-Kolonie in Darmstadt 1901 seine Villa im Detail beschreibt. Zu jedem der ausgestellten Musterhäuser gab es eine kleine Informationsbroschüre, in dem die Künstler das jeweilige Bauobjekt in seinen Grundrissen und Maßen, aber auch die Inneneinrichtung, die beteiligten Möbelhäuser und Handwerksbetriebe vorstellten. Flowerpower III: Behrens formvollendete Synthese weiterlesen
Nicht oft hat man Gelegenheit, die Prachträume des Hochzeitsturms in Darmstadt von Innen zu sehen. Schließlich heiratet man auch nicht alle Tage, denn nur Hochzeitspaare und deren Gäste kommen ansonsten in den Genuss, die heiligen Hallen zu betreten und sich im Zimmer der Großherzogin unter einer mächtigen Decke in Gold trauen zu lassen. Wer zu den normalen Öffnungzeiten auf die Aussichtsplattform steigt oder fährt, der kann zwar durch eine Glastür einen Blick hineinwerfen, aber eben nicht hineingehen. Es sei denn, man kommt zu einer der Sonderführungen des 