
Es war ein Mittwoch, damals vor 125 Jahren, als die mit Spannung erwartete 1. Ausstellung der Darmstädter Künstlerkolonie am 15. Mai feierlich auf der Mathildenhöhe eröffnet wurde. Wann es mit den Feierlichkeiten genau losgehen sollte, das war dieser auch für heutige Verhältnisse recht anzüglichen Einladung des Künstlers Paul Bürck zu entnehmen. Unter dem Bild eines bis zur Scham entblößten Jünglings war in großen Lettern zu lesen: Morgens, 11 Uhr.
Für den Eröffnungstag hatte die Künstlerkolonie Darmstadt Einiges geplant: Denn der Festakt vor den versammelten Honoratioren der Stadt und in Anwesenheit des Großherzogs Ernst Ludwig und seiner Gattin, war nur der Auftakt zu einem Festprogramm, das bis weit in den Abend reichte. Zwischen der „morgendlichen“ Zeremonie vor dem Ernst Ludwig-Haus und der Eröffnungsfeier der Theaterfestspiele „Abends um 9 Uhr“, zu denen auch jeweils die Damenwelt zugelassen war, fand „Nachmittags um 6 Uhr“ ein Festbankett statt, was ausschließlich als „Herren-Essen“ geplant war.
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