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„Etwas Sonniges“ oder der Beginn einer ganz besonderen Beziehung

Jetzt im Sommer ist Zeit für die sonnigen Themen. Und davon gibt es auf der Mathildenhöhe einige. Auch für die Geburtsstunde der Künstlerkolonie sollten sie eine entscheidende Rolle spielen. 1898 hatte der Darmstädter Kunstverleger Alexander Koch einige Zeichnungen von Joseph Maria Olbrich veröffentlicht. Diese sah zufällig auch der junge Großherzog Ernst Ludwig. Er schildert diesen Moment und den Beginn ihrer ganz besonderen Beziehung sehr anschaulich in seinen Memoiren:

Ich sah seine Zeichungen für die Sezessions-Ausstellung in Wien, ganz persönlich und anders als die damalige Richtung.

Ich fühlte sofort, da ist etwas Frisches und zu mir Passendes, etwas Sonniges, was ich bei allen anderen nicht spürte.

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Ernst Ludwig war eine ungewöhnlich … charaktervolle Persönlichkeit. Künstler und Dilettant, nämlich Liebhaber aller Künste von Haus, leistete er auch das Kunstwerk, zugleich englisch-europäischer Gentleman und deutscher Patriot zu sein, ohne Krampf und Mühe, auf das allernatürlichste. Von Nationalismus kein Hauch… (Golo Mann)

Ja, diese Spezies gibt es heute eher selten: Nach englisch-europäischen Gentlemen muss man nowadays etwas länger suchen. Auch nationalistische Töne schlagen allerortens wieder stärker durch, nicht nur auf der Brexit-Insel, sondern auch hier und da auf dem gemeinschaftlich vereinten EU-Kontinent. Bye, Bye, Britannia. Was würde Ernst Ludwig, der letzte Monarch von Hessen-Darmstadt, wohl dazu sagen? Ein englisch-europäischer Gentleman weiterlesen