
Gemeinsam haben die Freunde der Mathildenhöhe und der Jugendstilverein Bad Nauheim den 150. Geburtstag von Heinrich Jobst am 6. Oktober 2024 an dem Ort gefeiert, an dem der Bildhauer aus der Darmstädter Künstlerkolonie so viele bedeutende Werke hinterlassen hat: in Bad Nauheim, im berühmten „Sprudelhof“ der Kurstadt mit seiner einzigartigen Jugendstil-Badeanlage. Im Schmuckhof vom Badehaus 3 versammeln sich im Bild die zahlreichen Gratulanten, um den historischen Moment festzuhalten. Als Ehrengäste geladen: die Familie des Künstlers. Gleich drei ‚Jobst‘-Generationen (drei Enkelkinder, eine Ur- und eine ganz kleine Ururenkelin) feierten mit.
Ein einziges großes Fest für Heinrich Jobst, umrahmt von einem Tagesprogramm, das sein Wirken für Bad Nauheim in seiner ganzen Vielfalt, Kunstfertigkeit und seinem Einfallsreichtum vorstellte. Für das hatte der engagierte Jugendstilverein Bad Nauheim um den Vorsitzenden Gerhard Bennemann und seiner Vorstandskollegin Stefanie Knitterscheidt gesorgt. Unterstützt wurden sie von ausgewiesenen Kennern der Kunst- und Architekturgeschichte der Jahrhundertwende und frühen Moderne – wie der Kunsthistorikerin Dr. Anja Kircher-Kannemann und Manfred Geisler, dem Kunstsammler und Experten, der seine beeindruckende Sammlung wertvoller Jugendstil-Objekte dem neuen Museum stiftete, und die seit 2020 den Kern des ‚Jugendstilforum Bad Nauheim‘ bildet.
Viel zu erfahren über das historische Badewesen und seine Sprudelbäder gab es selbstverständlich auch, wo das Badehaus 3 doch weitestgehend im originalen Zustand von 1905 erhaltenen geblieben ist. Dazu noch der Blick auf die großflächigen Wandmosaike in der gewaltigen Rotunde der Wartehalle: herrlichster Jugendstil, in seiner ganzen Pracht und Fülle, aus einer Zeit, als Ornament noch eine Rolle spielte. Wenn auch schon in fortgeschrittener Spielart geometrischer Motive.



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