Am deutschen Welterbetag, den die UNESCO 2024 am Sonntag, den 2. Juni, feierte, war die Mathildenhöhe Darmstadt als eine von insgesamt 52 Welterbestätten des Landes mit von der Partie – und alle ihre Freunde und Förderer selbstverständlich auch!







Die Freunde der Mathildenhöhe hatten wie gewohnt viele Informationen und jede Menge Bilder zum Welterbe mitgebracht. Direkt hinter der Russischen Kapelle war eine Litfaßsäule aufgebaut mit Plakaten zu Architektur, Skulpturen und Gartenanlagen, die nochmals vor Augen führten, was die Mathildenhöhe und ihre Künstlerkolonie eigentlich so einzigartig in und für die Welt macht. Nebenan, vor dem hohen Wahrzeichen der Stadt, kredenzte der Förderkreis Hochzeitsturm neben vielen anderen Getränken mit dem „Mathilden-Sekt“ das passende Gläschen, um an diesem Feiertag kräftig anzustoßen auf den bildschönen UNESCO-Musenhügel. (Fotos obere Reihe: Nikolaus Heiss, Peter Engels und Heidi Kriegbaum; mittlere Reihe li.: Renate Charlotte Hoffmann im Gespräch; Armin Riegel, Vorsitzender vom Förderkreis Hochzeitsturm.)
Im Mittelpunkt stand an diesem Tag jedoch eindeutig das Ausstellungsgebäude, das fertig saniert in ganzer Pracht und mit hochmoderner technischer Ausstattung zu besichtigen war. Es war gut besucht, dieses dritte Welterbefest für Darmstadt: Mehr als 2.000 Besucher und Besucherinnen zählte Gabriele König, Kulturreferentin der Stadt und Leiterin des UNESCO Welterbebüros Mathildenhöhe, die sich diese Gelegenheit nicht entgehen ließen und durch das weit geöffnete Gitter des Eingangs die rund 1.000 Quadratmeter große Ausstellungsfläche mit ihrem nagelneuen Hirnholzparkett aus Kiefer betraten.



Noch hängt kein Bild, steht keine Zwischenwand, kein Podest, keine Vitrine in den großen Räumen. Das hat seinen Reiz. Denn so ergibt sich der freie Blick auf die Architektur, wird das Gebäude selbst zum Ausstellungsobjekt, bevor am 20. September 2024 das Haus mit Exponaten der städtischen Gemäldesammlung feierlich eröffnet wird und irgendwann in nicht mehr allzu ferner Zukunft international bedeutende Ausstellungen hier zu sehen sein werden. Denn Hausherr Philipp Gutbrod, Direktor vom Institut Mathildenhöhe Darmstadt, kann mit seinem neuen Gebäude den Museen der Welt und Besitzern kostbarer Leihgaben künftig konstantes Raumklima für ihre Kunstwerke garantieren.
23 Quer zeigt Ihnen nun Bilder vom Innern des Ausstellungsgebäudes ganz ohne Publikum, die die Ästhetik und Eleganz im Zusammenspiel von Raum und fast unsichtbarer, aber hochmoderner Ausstellungstechnik, besonders gut zum Ausdruck bringen. Sie sind noch vor dem Welterbefest bei einem Rundgang mit dem leitenden Architekten, Georg Gemmel von der Darmstädter Stadtentwicklungsgesellschaft, entstanden.









(Zu sehen sind die historische vergoldete Deckenverkleidung des Foyers nach dem Rückbau der ehemaligen Empore; die originale und sanierte Lichtdecke von 1908 in Halle 2; die Halle 4 mit wunderbarem Ausblick durch viele Fensterbänder auf das gesamte westliche Mathildenhöhe-Gelände; die langen Oberlichtreihen des Sheddachs; die spiegelnden Glasscheiben des neuen Zwischenbaus zum Hochzeitsturm, der künftig als Besprechungs- und Empfangsraum dient.)
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